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Was ist ein Werkstudenten-Vertrag?
Ein Werkstudent ist ein eingeschriebener Studierender, der während des Studiums in einem Unternehmen arbeitet – in der Regel bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Diese Arbeitsform ist in Deutschland gesetzlich definiert und bringt besondere Vorteile.
Dank des sogenannten Werkstudentenprivilegs zahlst du als Werkstudent keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung – im Gegensatz zu regulären Arbeitnehmern. Das macht Werkstudenten-Stellen für Unternehmen attraktiver und für dich günstiger.
München bietet ein breites Spektrum an Werkstudenten-Stellen, vor allem bei großen Arbeitgebern wie BMW, Siemens, MAN, Allianz sowie in der wachsenden Start-up-Szene rund um Schwabing und den Technologiepark Garching.
Wo du nach Stellen suchen kannst
Die erfolgreichsten Werkstudenten nutzen mehrere Kanäle gleichzeitig.
LinkedIn ist die wichtigste Plattform für Werkstudenten-Stellen im Tech- und Unternehmensbereich. Erstell ein vollständiges Profil und such aktiv nach „Werkstudent München". Stepstone und Indeed bieten ebenfalls eine große Auswahl. Xing wird in Deutschland noch genutzt, verliert aber an Bedeutung im Vergleich zu LinkedIn.
Die TUM TalentBridge und das LMU Career Centre sind offizielle Jobportale deiner Universität, auf denen Unternehmen direkt an Studierende herantreten. Diese Stellen sind oft auf internationale Studierende zugeschnitten.
Besuche außerdem Karrieremessen wie die MUN:IQ an der TUM oder ähnliche Events an der LMU. Knüpfe Kontakte in marokkanischen und nordafrikanischen Netzwerken in München – Mundpropaganda und persönliche Empfehlungen funktionieren oft besser als jede Bewerbungsplattform.
Bewerbungsunterlagen zusammenstellen
In Deutschland unterscheidet sich die Bewerbungskultur von der in anderen Ländern. Hier ist, worauf es ankommt:
Der Lebenslauf (Lebenslauf) ist in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufgebaut. In Deutschland ist es üblich, ein professionelles Foto oben rechts einzufügen. Halte ihn klar und übersichtlich – maximal zwei Seiten.
Das Anschreiben ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Bewerbung. Es sollte maximal eine Seite lang sein und gezielt auf die ausgeschriebene Stelle eingehen: Warum interessierst du dich für das Unternehmen? Was bringst du mit?
Passe die Sprache deiner Bewerbung an die Stellenausschreibung an. Wenn die Stelle auf Deutsch ausgeschrieben ist, bewirb dich auf Deutsch. Wenn sie auf Englisch ist, bewirb dich auf Englisch.
Schicke alles als eine saubere PDF-Datei mit einem klaren Dateinamen wie „Nachname_Vorname_Bewerbung_Unternehmen.pdf".
Bewerbungen gezielt anpassen und nachfassen
Versende nie dieselbe Bewerbung für jede Stelle. Passe immer mindestens das Anschreiben an das jeweilige Unternehmen und die Stelle an. Das macht einen spürbaren Unterschied.
Wenn du innerhalb von ein bis zwei Wochen keine Antwort erhalten hast, ist eine kurze, freundliche Nachfrage völlig in Ordnung – per E-Mail oder LinkedIn. Das zeigt Interesse und Initiative, ohne aufdringlich zu wirken.
Bereite dich auf Vorstellungsgespräche vor, indem du das Unternehmen recherchierst und gängige Fragen übst: Was sind deine Stärken? Warum diese Stelle? Wie gehst du mit Herausforderungen um?
Arbeitszeiten und rechtliche Grenzen
Als Nicht-EU-Studierender darfst du während deines Studiums 120 volle Tage oder 240 halbe Tage pro Jahr arbeiten. Das entspricht in etwa 20 Stunden pro Woche während des Semesters.
In den Semesterferien darfst du mehr arbeiten, ohne dass dies zwingend auf das Kontingent angerechnet wird – aber informiere dich dazu bei der Ausländerbehörde oder deiner Universität, da die Regelung von der Lage deines Arbeitsverhältnisses abhängt.
Führe immer eine eigene Aufzeichnung deiner Arbeitsstunden. Dein Arbeitgeber ist dazu ebenfalls verpflichtet, aber es schadet nicht, es selbst zu tracken.
Deine Berechtigung zur Arbeit findest du auf deiner Aufenthaltserlaubnis unter dem Vermerk Beschäftigung erlaubt. Zeig diesen deinem Arbeitgeber bei Vertragsabschluss – er ist rechtlich verpflichtet, das zu prüfen.
Steuern und Sozialversicherung verstehen
Bevor du anfängst zu arbeiten, brauchst du deine Steueridentifikationsnummer, die du nach der Anmeldung per Post erhältst. Außerdem brauchst du eine Sozialversicherungsnummer, die dir bei deiner ersten Beschäftigung automatisch ausgestellt wird.
Das Werkstudentenprivileg bedeutet konkret: Du zahlst keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung – solange du unter der 20-Stunden-Grenze bleibst. Das spart dir und deinem Arbeitgeber Geld.
Einkommensteuer fällt erst ab einem Jahreseinkommen von ca. 11.600 Euro an. Wenn du weniger verdienst, bekommst du eventuell bereits einbehaltene Steuern über die Steuererklärung zurück.
Heb alle deine Gehaltsabrechnungen auf – du brauchst sie für die Steuererklärung und manchmal auch für die Verlängerung deiner Aufenthaltserlaubnis.
Häufig gestellte Fragen
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